Windows 10 (Preview) parallel installieren – Variante 1

Die Preview von Windows 10 wurde gestern veröffentlicht und jeder ist eingeladen sich dies anzusehen und sich selbst ein Bild des neuen Windows zu machen. Über virtuelle Maschinen kann man sich sehr schnell ein Überblick verschaffen. Wer allerdings das System Live, mit seiner eigenen Hardware sehen möchte, muss einen anderen Weg gehen. Eine parallele Installation zum aktuellen Windows Betriebssystem ist dabei eine sehr schöne Variante wie ich finde. Man behält seine aktuelle Installation und kann das „Neue“ direkt ausprobieren.

Es gibt verschiedene Varianten. In diesem ersten Teil wird die einfacherer Variante – über Hyper-V – erläutert. Ziel ist es, die über Hyper-V installierte virtuelle Festplatte als Startoption für das aktuellen System einzubinden. 

Voraussetzungen

Zum aktuellen Zeitpunkt gibt es nur die englische, portugiesische und chinesische Version -> KEINE DEUTSCHE. Es ist immer noch eine Preview, vor diesem Hintergrund sollte man es nicht für Produktive Systeme einsetzen.

  • Genügend Speicherplatz (30 GB)
  • ISO-Image von der Windows 10 Preview
    • den Aktivierungscode nicht vergessen -> wird beim Download angezeigt
  • Windows 8+
  • (Variante 2) Windows 7+ (ggf. auch noch Vista und XP, konnte das nicht mehr verifizieren)

Ich verwende zu demonstrationszwecken Windows 8.1.

Installation

Installation über Hyper-V

Seit Windows 8(.1) gibt es die Möglichkeit die VHD über Hyper-V direkt zu installieren. Sollte es noch nicht installiert sein, kann dies über Programme und Features installiert werden.

Screenshot Windows-Features; Hyper-V
Screenshot Windows-Features; Hyper-V

 

Nun legt man sich eine Virtuelle Maschine an. Dies kann entweder über Powershell oder über die Konsole, oder…. Meine Konfiguration als Beispiel – Pfad zur VHDX-Datei merken.

Screenshot Hyper-V Config
Screenshot Hyper-V Config

Nach der Installation, muss das Image wieder versiegelt und für einen „Ersten Start“ vorbereitet werden. In einer administrativen Konsole das Verzeichnis C:\Windows\System32\Sysprep auswählen und sysprep.exe starten.

Screenshot adm Console sysprep.exe
Screenshot adm. Console sysprep.exe

Die Neuversiegelung wird durch nachfolgende Optionen initiiert.

Screenshot sysprep GUI
Screenshot sysprep GUI

Die Maschine wird bereinigt, für einen Neukonfiguration vorbereitet und fährt nach getaner Arbeit herunter. In den meisten Fällen kann man diesen Schritt überspringen, ich empfehle ihn aber trotzdem.

Einbindung des VHDX-Images

Die soeben erstellte VHDX-Datei kann man nun direkt oder mit einer erstellten Kopie verwendet werden.

Screenshot VHDX + Bereitstellen
Screenshot VHDX + Bereitstellen

Das Image wird nun als Laufwerk eingebunden. In dem hier vorliegenden Fall wurde das Laufwerk F: zugewiesen.

Über die administrative Konsole kann nun mit dem Befehl bcdboot das Windows Image eingebunden werden. Mit dem Befehl msconfig kann die Systemkonfiguration verifiziert werden und das Standardbetriebssystem wieder zurückgewählt werden.

Screenshot bcdboot + msconfig
Screenshot bcdboot + msconfig

Mit dem nächsten Neustart hat man nun die Qual der Wahl J – viel Spaß.

 

Hinweise:

  • die virtuelle Festplatte arbeitet natürlich ein wenig langsamer als die originäre Festplatte, bei schnellen Platten fällt dies aber eher weniger auf.
  • der Systemstart kann sich etwas verzögern
  • mit dem ersten Systemstart von Windows 10, kann es vorkommen, dass er ein bis zweimal neu bootet

Aussicht

In Teil 2 geht es darum, die parallele Installation auch ohne Hyper-V zu vollziehen. Bis dahin…

Quellen/Verweise

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